Denn: Der komplette Kader der finanziell schwer angeschlagenen Dürener hatte am Montag erwartungsgemäß geschlossen die Kündigung eingereicht, um sich noch das Insolvenzgeld für den Januar zu sichern, und ist nicht mehr spielberechtigt. Nun überlegt der Verein, in den restlichen Partien und damit bereits an der Hubertusallee mit einer Mischung aus U23-Landesliga-Akteuren sowie Junioren anzutreten. Falls nicht doch noch die komplette Mannschaft abgemeldet wird bzw. werden muss.
Düren werden nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens neun der bislang eingesammelten 35 Punkte abgezogen. Mit dann 26 liegt der 1. FC zwar noch vor der Abstiegszone, weitere Punkte dürften aber wohl nicht hinzukommen. Auch der KFC Uerdingen muss wieder in ein Insolvenzverfahren, hat damit nur noch 15 und rutscht auf den zweiten Abstiegsplatz hinter Türkspor Dortmund, das bereits die Liga verlassen hat.
Der WSV (21 Punkte) geht zurzeit davon aus, dass am Samstag gekickt wird. Rollt der Ball tatsächlich, wollen die Rot-Blauen nicht nur den ersten Sieg des Jahres holen, sondern möglichst auch etwas für das Torverhältnis tun und die Abstiegszone verlassen. Düren träfe danach ausschließlich noch auf Teams aus dem oberen Bereich mit Ausnahme von Eintracht Hohkeppel (letzter Spieltag).
Während der WSV bei einem Krefelder Verbleib in der Liga zudem weiter juristisch um die drei Punkte aus dem Heimspiel kämpft (die Rundschau berichtete), kommt auf Trainer Sebastian Tyrala die Aufgabe zu, sein Team für Samstag auf einen vollkommen unbekannten Gegner vorzubereiten. Sämtliche Spielbeobachtungen der vergangenen Wochen sind Makulatur. Und dennoch ist, wenn Düren anreist, ein standesgemäßer Sieg Pflicht.
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