Caritasvorstand Dr. Wolfgang Kues „Meilenstein für die Pflegeversicherung der Zukunft“

Wuppertal · Dr. Wolfgang Kues, Vorstand des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, begrüßt das von der Initiative „Pro Pflegereform“ vorgestellte 3. Gutachten zur „Alternativen Ausgestaltung der Pflegeversicherung“.

Dr. Wolfgang Kues ist Vorstand des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen.

Foto: Lars Langemeier

„Nun kann und muss die neue Bundesregierung endlich die oft versprochene und längst überfällige Pflegereform umsetzen“, so Kues, der derzeit auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Wuppertal ist.

Aus seiner Sicht beinhaltet das Papier vor allem „drei Meilensteine“ auf dem Weg in eine gesicherte Zukunft für die Pflege in Deutschland: „Die Trennung in die Sektoren ambulante und stationäre Pflege wird aufgehoben. Bürokratie wird abgebaut zum Beispiel durch die Abschaffung der Doppelstrukturen von Heimaufsicht und Medizinischem Dienst. Und Pflegebedürftigen und Angehörigen wird bei den Leistungen eine größere Wahlfreiheit zugesprochen.“

Der Caritasvorstand Dr. Kues weist darauf hin, dass das „wissenschaftlich untermauerte Gutachten“ als Gesamtkonzept in drei Reformstufen bis 2030 „klare Handlungsfelder“ benenne, die die Pflegebranche schon lange anmahne: „Es geht! Das Papier zeigt, wie durch eine systematische Begrenzung der Eigenanteile in allen Pflegesettings Pflege wieder bezahlbar wird und Sozialhilfebedürftigkeit im Pflegefall verhindert wird. Zudem weist es Wege auf, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann.“

Natürlich, so Kues, koste die angestrebte Vollversicherung mit begrenztem Eigenanteil und mehr Leistungen mehr Geld: „Das Gutachten entwickelt auch Bausteine für eine Finanzreform und weist über verschiedene Modellrechnungen nach, dass damit der Beitragssatz gegenüber dem Status quo stabilisiert werden kann.“

Beauftragt wurde das Gutachten von der Initiative „Pro Pflegereform“, die sich seit 2016 bundesweit für eine Pflegereform einsetzt und von mehr als 120 Pflegeunternehmen mit 1.000 Pflegeheimen und 300 Pflegediensten sowie über 60 Verbände und Organisationen unterstützt wird.