Agaplesion Bethesda Krankenhaus Neureologie: Frührehabilitation nun auch in Wuppertal

Wuppertal · Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus bietet ab sofort die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation an. Es ist ein spezialisierter, interdisziplinärer Therapieansatz für Menschen nach akuten neurologischen Ereignissen wie schweren Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Verletzungen.

Chefarzt Dr. med. Martin Kitzrow (2. v.li.), Leiter der Neuro-Frührehabilitation im Gespräch mit Teamkolleginnen und -kollege.

Foto: Bethesda/Anne Wirtz

„Wir freuen uns, einen wertvollen Beitrag zur neurologisch-neurochirurgischen Versorgung in Wuppertal und im Bergischen Land zu leisten“, so Geschäftsführerin Dr. Cornelia Sack. Die Entscheidung zur Stärkung der Neurologie und der Zuspruch der Leistungsgruppe „Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation Phase B“ im Rahmen der Krankenhausplanung NRW fiel Ende 2024 auf das Bethesda – als einzige Klinik in Wuppertal.

Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitationsplätze sind rar in der Region und der Bedarf übersteigt derzeit das Angebot. Wuppertalerinnen und Wuppertaler müssten für diese Behandlungsoption jetzt nicht mehr die Stadt verlassen.

Frühe Therapie - Folgeschäden minimieren

Ziel der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation der Phase B ist es, so früh wie möglich mit der auf das Störungsbild abgestimmten, individuellen Behandlung zu beginnen und dadurch Folgeschäden zu minimieren. Die Therapie findet im Krankenhaus statt und ist für Patientinnen und Patienten geeignet, die aufgrund der Schwere des erlittenen Traumas und durch einen meist bereits länger bestehenden Krankenhausaufenthalt nur in sehr geringem Umfang in der Lage sind, sich zu bewegen und die Körperhygiene oder Nahrungsaufnahme etc. selbstständig auszuführen.

Um Patientinnen und Patienten wieder dazu zu befähigen, bedarf es einer hohen Behandlungsintensität vonseiten des ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Personals. „Diese Disziplinen verfügen über spezielle Qualifikationen und Ausstattungsmerkmale, die in herkömmlichen Rehabilitationskliniken nicht vorgehalten werden“, so Dr. med. Martin Kitzrow, Chefarzt der Klinik für Neurologie mit zertifizierter Stroke Unit und Leiter der Neuro-Frührehabilitation.

Besonders wichtig ist auch die Einbettung der Abteilung in das akutmedizinische Angebot des Krankenhauses. In kritischen Situationen ist die Expertise der hier vorgehaltenen Fachabteilungen für Herz-, Hirn- und Gefäßmedizin wie der Angiologie, Kardiologie, Neuro- und Gefäßchirurgie sowie Neuroradiologie stets unmittelbar verfügbar. Noch während des Aufenthaltes im Krankenhaus werden die sich anschließenden notwendigen Schritte zur Weiterbehandlung, Verordnung von Hilfsmitteln oder Wiedereingliederung in den Alltag ausgearbeitet.