David Röhrig (Trainer VfL Lübeck-Schwartau): „Ich bin gar nicht unzufrieden mit unserer Performance hier. Wir haben das Spiel sehr lange offen gestaltet und haben uns in der ersten Halbzeit – nach einem etwas holprigen Start – im Angriff extrem gut reingearbeitet. Sicherlich hatten wir in der Phase auch etwas das Spielglück auf unserer Seite, weil wir uns zwei Abpraller holen und diese dann verwandeln.
Und wie so etwas ist: Das gibt Selbstvertrauen. Wir sind tiefer reingegangen, haben auch mal einen Schlagwurf gesetzt und gerade Nils Conrad hat uns dann auch noch ein paar Bälle weggenommen. Dazu kann Oliver Refsgaard Akzente setzen und dann ist es eigentlich etwas überraschend, dass wir gegen die 5:1-Deckung des BHC in der zweiten Halbzeit scheitern. Wir sind im Schnitt eineinhalb Köpfe kleiner als der Gegner und auf dem Papier ist die Idee, dass wir dadurch einfach schneller und spielstark sind.
Das haben wir auch lange Zeit gezeigt, aber uns von der 5:1-Variante überraschenderweise so ein bisschen den Zahn ziehen lassen. Erst sind es Fehlwürfe, dann sind es sehr einfache Fehler – gerade in Kreuzungen, wo Eloy Morante uns den Ball rausprellt. Der BHC kommt in die Gegenstöße und geht dann für meinen Geschmack etwas zu schnell zu deutlich in Führung. Wir haben noch einmal alles versucht, werfen alles rein, aber am Ende reicht es ganz knapp nicht.“
Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Wir mussten in der Halbzeit erst mal richtig laut werden. Wir kommen nicht gut ins Spiel und die erste Halbzeit ist insgesamt echt zum Vergessen: Wir haben keinen Zugriff in der Deckung, keine Torhüterparaden und wenn wir eine haben, dann sind die Abpraller wieder beim Gegner. Das war nicht das, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann über die 5:1-Deckung gelöst. Provozieren so viele Ballgewinne und haben Spieler in Entscheidungen gebracht, die sie sonst so in der ersten Halbzeit nicht treffen mussten.
Großes Lob an der Stelle an Schrader und Refsgaard, die das im ersten Durchgang sehr gut in der Isolation gemacht und gute Entscheidungen getroffen haben. Am Ende gewinnen wir mit drei Toren. Das ist in Ordnung – müssen uns da aber steigern, weil das ein schwächeres Spiel von uns war.“
Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Im Vorfeld war klar, dass es ein dreckiges Spiel werden kann. Aufgrund der Konzeption von Schwartau, die eine unheimlich unangenehme Abwehr spielen und über viel individuelle Eins-gegen-Eins-Qualität verfügen. Trotzdem machen wir es im Angriff gut. Auch wenn wir zu viele technische Fehler haben, machen wir 16 Tore in der ersten Halbzeit. Die Abwehr ist da das Problem.
In der zweiten Halbzeit machen wir es in der 5:1-Deckung gut, dann kommen auch die Paraden dazu und wir schaffen es Stück für Stück, das auch auf die Anzeigetafel zu bekommen. Es war ein dreckiger Sieg, ein Arbeitssieg und sicher nicht unser bestes Saisonspiel. Dann zählen aber einfach die zwei Punkte.“