Den aktuellen Stand skizzierte Caroline Kussauer, bei der Stadt zuständig für die Bauleitplanung im Zuge der BUGA-Vorhaben, diese Woche in den politischen Gremien.
Nach Prüfung diverser Alternativen habe sich der Parkplatz am Boettingerweg als einzig realisierbarer Standort für die Talstation der Seilbahn herauskristallisiert. Bei anderen Optionen in der Nähe der Schwebebahnstation hätte das denkmalgeschützte Stadion überspannt werden müssen. Außerdem liege der Parkplatz außerhalb der Wohnbebauung.
Konkret soll auf dem Areal ein großer Neubau entstehen – mit dem Bahnsteig der Talstation in 17 Metern Höhe obendrauf und dem dringend benötigten Parkhaus für das Zoo-Viertel darunter. Durch die erhöhte Position des Seilbahn-Starts kann die Trasse so über die Baumkronen geführt werden, dass der Altbaumbestand im Zoo geschützt wird. „Außerdem sind dann nur zwei Ausfahrtstützen im Bereich des Parkplatzes nötig“, so Kussauer.
Im weiteren Verlauf seien dann fünf Stützen innerhalb des Zoos und drei im Wald vorgesehen, inklusive der Bergstation am Erbslöhweg. Die Mittelstation, die Besuchern einen bequemen Eingang von oben in den Zoo bieten soll, ist im Bereich des Löwengeheges oberhalb der Sambatrasse geplant. Hier macht die insgesamt rund einen Kilometer lange Strecke dann auch einen leichten Knick auf dem weiteren Weg bergwärts.
Das Parkhaus am Boettingerweg soll rund 450 Stellplätze bieten. Zum Vergleich: Auf die aktuelle Parkfläche passen rund 150 Autos. Wo genau das Gebäude auf dem Areal platziert werden soll, ist noch offen. Genau wie seine Gestaltung, die in Zusammenarbeit mit den künftigen Betreibern der Einrichtungen abgestimmt werden soll. Deren Niveau und eine gelungene städtebauliche Einbindung will die Stadt über ein Qualifizierungsverfahren sicherstellen. Denkbar sei es grundsätzlich, dass Parkhaus und Seilbahn unterschiedliche Betreiber hätten, es könne aber auch ein und derselbe sein.
Auf Grundlage dieser Vorüberlegungen will die Stadt jetzt in das planungsrechtliche Verfahren einsteigen. Das ist für dieses Projekt durchaus umfangreich: Flächennutzungsplan und Bebauungsplan müssen parallel angepasst werden. Dazu sind nach dem Aufstellungsbeschluss umfangreiche Umweltuntersuchungen nötig, außerdem greifen dabei alle gesetzlich vorgesehenen Instrumente für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.
Als reine Bauzeit für die Seilbahn kalkuliert die Stadt nach Vorliegen der entsprechenden Genehmigungen mit rund zwei Jahren. Daher ist das Zeitfenster mit dem BUGA-Jahr 2031 als Deadline durchaus knapp. Caroline Kussauer setzt dabei auch auf schnelle Entscheidungen aus Düsseldorf: „Die Bezirksregierung ist sich über die Enge der Zeitpläne im Klaren.“