Gehässiges, herablassendes Reden über andere gab es schon immer. Durch das Internet, insbesondere die Sozialen Medien, sind die Beleidigungen unmittelbarer geworden und treffen immer mehr Menschen.
Was wäre, wenn es gelingen würde, die erdrückende Kraft und zersetzende Wirkung von Hate Speech auch für nicht betroffene Personen nachvollziehbar zu machen? Wenn es gelingen würde, Hate Speech als das erlebbar zu machen, was es ist: ein direkter Angriff auf die Meinungsfreiheit und unsere liberale offene Gesellschaft?
Beim Projekt „Hate Space“, das sich zwischen künstlerischer Inszenierung, Wissensvermittlung und spielerischem Erfahren bewegt, werden Menschen auf eine Reise mitgenommen, die sie das Phänomen auf unterschiedlichen Ebenen emotional und rational ergründen lassen und aus der Position des unbeteiligten Zuschauers herausreißen soll.
Die interaktive Ausstellung auf dem Von der Heydt-Platz ist vom 24. bis 30. August täglich geöffnet. Begleitend zur Ausstellung finden jeden Abend von 19 bis 21 Uhr wechselnde Veranstaltungen statt: So beispielsweise am Eröffnungstag (24. August) eine Podiumsdiskussion zum Thema „Grenzen der Meinungsfreiheit“, an der auch Rundschau-Redakteurin Nina Bossy teilnimmt.