Um 9 Uhr waren die Ladungen an den Pfeilern der Brücke gezündet. Kurz danach wurde die Evakuierung der 300-Meter-Sicherheitszone, die im Vorfeld eingerichtet worden war, wieder aufgehoben werden. „Die Sprengung war erfolgreich, jetzt geht es darum, die Fahrbahnen wieder zügig frei zu räumen“, zog Projektleiterin Manuela Poschau von der Autobahn Westfalen kurz nach dem Fall der Brücke eine positive Bilanz. (Bilder)

Brücke in Wuppertal gesprengt
Die im Vorfeld angeordneten Vollsperrungen der A43 und A46 wurden direkt nach der Sprengung vorzeitig wieder aufgehoben. Größere Verkehrsbehinderungen gab es nicht. Alle weiteren gesperrten Verbindungsfahrbahnen im Kreuz sollen laut Autobahn GmbH ab Montag 6 Uhr frei sein. Nach der Beseitigung der Brückenreste, die noch am Vormittag startete, beginnen die Neubauarbeiten. (Video 1)
Ende 2024 soll die neue Brücke den Verkehr wieder aufnehmen. Um die Verbindung so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen, werden die alten Fundamente weiterhin genutzt. „Wir setzen unsere neuen Pfeilerfundamente darauf“, so Poschau. „So sparen wir uns umfangreiche Eingriffe in den Baugrund und sind beim Bau schneller.“ (Video 2)
Auch bei den Widerlagern – also den Punkten, an denen die Brücke an die Straße anschließt – werde ein Teil des Bestandsbauwerkes nicht abgerissen. Auf der Wuppertaler Seite bleibt wie bei den Pfeilern das Fundament erhalten, Richtung Sprockhövel werden der Unterbau und die Flügelwände des vorhandenen Widerlagers ertüchtigt und für den Neubau genutzt.
Die Bauzeit ist auf 15 Monate angelegt. Die Kosten sollen sich auf 6,9 Millionen Euro belaufen. Die Brücke ist 131 Meter lang, neun Meter breit und bis zu 18 Meter hoch.