Ob invasiv, geschützt oder zu zahlreich, eines haben diese Tierarten gemeinsam: Sie sorgen für Konflikte mit den Menschen, aber auch zu positiven wie negativen Veränderungen in Ökosystemen.
„In der Regel werden Tiere als zu bewahrende Nützlinge oder zu bekämpfende Schädlinge bewertet. Dabei spielt oft der Aspekt eine Rolle, ob eine Art heimisch ist oder nicht. Unsere Umwelt verändert sich durch den Klimawandel stark. Dadurch werden fremde Arten Lebensbedingungen vorfinden, die ihnen eine zukünftige Verbreitung ermöglichen. Heimische Arten wiederum werden verschwinden“, heißt es in der Einladung,
Und weiter: „Wie also gehen wir mit unserer Tierwelt um? Was ist schützenswert und wo sind uns Grenzen gesetzt? Was muss unsere Gesellschaft leisten, um eine lebenswerte Zukunft zu schaffen, ohne dass heutige Generationen darunter leiden müssen? Müssen wir womöglich unsere Sichtweise überdenken?“ Dr. Josef Tumbrinck (Abteilungsleiter Naturschutz des Umweltministeriums NRW) bietet mit einem Vortrag zum Umgang mit Neobiota einen ersten Einblick.
In fünf Kurzvorträgen werden Impulse zum Forschungsstand zu invasiven Hornissen, dem Kontext Wolf und Wald aus Sicht eines Wolfsberaters, dem Thema Wolf und Weide begleitet von einem Berufsschäfer, dem Wildtiermanagement im Grünen Zoo Wuppertal und dem in Afrika und der Rückkehr des Luchses nach NRW gesetzt. Außerdem bieten Informationsstände verschiedener Initiativen Wissenswertes rund ums Themengebiet.
Begleitet wird der Aktionstag von Angeboten für Familien wie Trittsiegelgießen, der Darstellung einer Wolfshöhle, Stockbrotbacken am Lagerfeuer oder Bastelaktionen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das vollständige Programm gibt es unter www.stnu.de