Bauruine in Barmen Gebäude an der Carnaper Straße: „Verschärfte Beobachtung“

Wuppertal · Der Verkauf des Ex-Prym-Firmenareals am Dreieck Carnaper Straße, Schützenstraße und Hatzfelder Straße ist schon fünf Jahre her. Hier sollte eine Filiale der Möbelhaus-Kette „XXXL Lutz“ entstehen. Doch still ruht der See.

 Der alte Prym-Komplex in Barmen macht vielen Menschen Sorgen.

Der alte Prym-Komplex in Barmen macht vielen Menschen Sorgen.

Foto: Simone Bahrmann

So still aber auch wieder nicht: Am Dienstagnachmittag hatte an der Hatzfelder Straße bei Abbrucharbeiten eine Außenwand des alten Komplexes nachgegeben – und ein Baugerüst mit heruntergerissen. Glücklicherweise ohne Schäden für Menschen. Die Hatzfelder Straße ist zurzeit nur noch bergab befahrbar.

Dazu passt, dass die Rundschau in jüngster Zeit mehrere Zuschriften von Lesern erreicht hatten, die der Zustand des leeren Gebäudekomplexes mit Sorge erfüllt. Gefragt wurde nach möglicher Einsturzgefahr – siehe Schönebecker Straße – und den möglichen Folgen für die wichtige Kreuzung mit A46-Auf- und Abfahrt.

Bilder: Baugerüst sackt in Wuppertal-Barmen zusammen
26 Bilder

Baugerüst sackt zusammen

26 Bilder
Foto: Christoph Petersen

Die Rundschau hatte schon vergangene Woche beim Stadt-Presseamt nachgefragt. Von dort hieß es, die Stadt habe „den Komplex unter verschärfter Beobachtung. Eine unmittelbare Gefahr geht von den Gebäuden zurzeit nicht aus.“ Jetzt, nach dem Wandeinsturz vom Dienstag, sind Stadt-Mitarbeiter nochmals vor Ort und klären, wie die Verkehrsführung so laufen kann, dass die Hatzfelder Straße auch wieder bergauf befahrbar ist.

Mit Blick auf die Zukunft sagt das Presseamt: „Natürlich hat die Stadt höchstes Interesse daran, diesen ‚Schandfleck’ an einer der wichtigen Zufahrtsstraßen so schnell wie möglich zu beseitigen. Ohne die Eigentümer geht allerdings da leider nicht viel außer Gefahrenabwehr.“