Anfang des 20. Jahrhunderts tritt das Bandoneon den Weg über den Atlantik an. Damals ahnt niemand, dass es eines Tages „die Seele des Tangos“ genannt werden wird. Entwickelt wurde es im 19. Jahrhundert in Sachsen, zu seiner heutigen Form verhalf ihm 1855 der Krefelder Musikalienhändler Heinrich Band. Doch erst am Rio de la Plata zeigt das Instrument seine wahre Bestimmung und entwickelt sich in den Händen von Tangogrößen wie Aníbal Troilo und Astor Piazzolla zum wichtigsten Instrument des Tangos.
Fabián Carbone Signorelli ist einer der ausdrucksstärksten Bandoneonisten seiner Generation. Seine atemberaubende Expressivität paart sich mit Julia Jechs einzigartigem Klang. Mit eigenen Arrangements voller Subtilität und Tiefgang sowie mitreißenden Interpretationen der Klassiker Astor Piazzollas trifft das Duo mitten ins Herz und öffnet die Türen zu verborgenen Innenwelten.