„Beim Thema Klimaschutz haben wir schon fünf nach 12“, beginnt Oberbürgermeister Andreas Mucke seine Ausführungen zu Wuppertals Klimaschutzkonzept. Das Ziel: Bis 2035 solle die Stadt klimaneutral werden. „Das ist ambitioniert, ich weiß“, ergänzt Mucke. Aber seiner Meinung nach könne nur direkt vor Ort Klimawandel bewirkt werden. Deshlab schlägt das 605-Seiten umfassende Konzept unter anderem die Einstellung von fünf sogenannten Klimaschutz-Managern vor. Dafür werden zeitlich begrenzte, neue Stellen geschaffen, die sich auschließlich um fünf unterschiedliche Geschäftsbereiche in Bezug auf Klimaschutz kümmern.
Zusätzlich möchte Mucke einen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspreis ausloten, um Projekte, die sich besondern um Klimaschutz bemühen, zu fördern. „Viele kleine Schritte ergeben einen Großen“, kommentiert er. Insgesamt umfasst das Klimaschutzkonzept zehn Handlungsfelder. Auf die Sorge, dass es bei dem durch die Corona-Pandemie geschwächtem Haushalt „hinten über“ fällt, reagiert Stadtkämmerer Johannes Slawig gelassen. „Dann werde Priorisierungen gesetzt und der Klimaschutz bekommt eine hohe Priorisierung.“