Über zwei Drittel der Betriebe beabsichtigen, trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage mindestens auf dem Niveau des Vorjahres auszubilden. „Unseren Unternehmen ist klar: Um die Krise zu meistern, brauchen sie sowohl Finanzierungshilfen und Förderprogramme als auch gut ausgebildete Fachkräfte, die mit anpacken können. Der beste Weg dafür ist selbst auszubilden“, betont Carmen Bartl-Zorn, Leiterin des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung der Bergischen IHK.
Auch in der Corona-Krise werden deshalb Auszubildende dringend gesucht. Laut Umfrage hat derzeit noch über die Hälfte der befragten Unternehmen einen oder sogar mehrere Ausbildungsplätze frei. „Wir empfehlen deshalb allen Interessierten, jetzt aktiv auf die Ausbildungsbetriebe zuzugehen, um sich zu bewerben“, unterstreicht Bartl-Zorn. Zwei Drittel der Betriebe nutzen für die Bewerbungsverfahren bereits Online- und Videotechniken.
Während digitale Anwendungen bei der Wirtschaft längst zum Alltag gehören, sehen die Unternehmen noch großen Nachholbedarf bei den Schulen. Gefordert werden unter anderem Online-Kurse und digitale Klassenräume sowie eine bessere Kommunikation und Struktur des Berufsschulunterrichts. Ebenso fordern die Ausbildungsbetriebe eine schrittweise Ausweitung des Präsenzunterrichts unter Einhaltung der Hygienevorschriften.
Ansprechpartner und aktuelle Informationen zur Ausbildung finden Unternehmen und Bewerber auf der IHK-Homepage. Auch auf der Facebookseite können sich junge Menschen rund um das Thema Ausbildung und den Übergang von der Schule in den Beruf informieren. Freie Lehrstellen sind ebenso in der IHK-Lehrstellenbörse veröffentlicht.